Wie ein Traum verblasst

Lied für gemischten Chor nach einem Gedicht von Aspazija (1865-1943)

Deutsche Übertragung von Nicole Nau


Wie ein Traum verblasst,
wie ein Sternenglanz,
der erlischt am Tag,
meine Freude schwand.


Flehend strecke ich
meine Hände aus,
sie erreichen nicht
was verloren ist.

Schwüle Luft erstickt,
Staub und Dunst erdrückt
meiner Seele zart
blaues Blütenblatt

Lärm hat stumm gemacht,
Lachen überschrie
meiner Seele Lied,
sanfte Melodie.

Wie ein Traum verblasst,
wie ein Sternenglanz…
Kaum mehr wahrnehmbar,
nicht zurückholbar.

Sapņu tālumā,
staru spožumā,
zvaigzne dziekstoša
mana laimība.

Rokas izstiepju,
gaužos, pielūdzu,
atsaukt nespēju
to, ko zaudēju.

Tvaikos vītušas,
dubļos samītas
dvēsles drebošās
baltās lapiņas.

Smiekli pārkliedza,
troksnī izgaisa,
nav vairs dzirdama
saldā meldija.

Sapņu tālumā,
staru spožumā,
nepielūdzama,
neatsaucama.

 

Dieses Gedicht von Aspazija wurde nicht als solches, sondern als Text eines Chorliedes übersetzt (Musik: Emīls Dārziņš). Die Übersetzung wurde im Rahmen eines Projektes im Jahre 2003 vom lettischen Kultūrkapitāla Fonds gefördert. Die Noten wurden vom Verlag Musica Baltica verlegt.

Hier ist eine schöne Aufnahme des Lieds:

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